Schule von Siena
Als Schule von Siena bzw. Malerschule von Siena oder Sienesische Schule bezeichnete die kunsthistorische Forschung früher die in Siena (Italien) aktiven bzw. ausgebildeten Maler und ihre Werke von der Mitte des 13. bis ins frühe 16. Jahrhundert. Der Begriff Malerschule ist heute nicht mehr üblich.
Die ältere Forschung sah in der Schule von Siena einen bedeutenden italienischen Lokalstil, dem sie – gemessen an der ab etwa 1300 als besonders fortschrittlich angesehenen Florentiner Kunst – eine eher konservative, von der internationalen Gotik geprägte Orientierung zuschrieb. Zu den bekanntesten Künstlern der Schule von Siena zählte die Kunstgeschichte Duccio di Buoninsegna und Simone Martini. Letzterer war ab 1336 am päpstlichen Hof in Avignon tätig und galt als einer der Begründer der Schule von Avignon.
- ↑ Duccio. In: Meyers Großes Konversations-Lexikon. 6. Auflage. Band 5: Differenzgeschäfte–Erde. Bibliographisches Institut, Leipzig / Wien 1906, S. 245 (Digitalisat. zeno.org).