Screening
Unter Screening versteht man den systematischen Einsatz eines Tests im großen Stil. Der Test wird eingesetzt um bestimmte Elemente aus einer großen Anzahl von Kandidaten herauszufiltern. Das eingesetzte Verfahren kann aus einem einzelnen Test oder einer Abfolge von aufeinander abgestimmten Tests bestehen, den oder die die getesteten Personen oder Proben durchlaufen. Ein Screening soll : „Die Nadel im Heuhaufen zu finden“.
Herkunft des Begriffs ist das engl. „to screen“, das sich hier übersetzen lässt mit sieben, aussieben, filtern, aber auch moderner „etwas ausgewähltes auf den Bildschirm bringen“, und mit der übertragenen Bedeutung „auf etwas aufmerksam machen“. Eine medizinische Screeninguntersuchung bezeichnet man im Deutschen auch als Filteruntersuchung, eine polizeiliche als Rasterfahndung.
Der Begriff wird in folgenden Bereichen angewendet:
- Vorsorgemedizin: Screening dient hier zur Suche nach Krankheiten in einer definierten Bevölkerungsgruppe.
- Psychologischen Diagnostik und empirischen Sozialforschung: Mittels Fragebogentests werden Personen mit bestimmten Merkmalen „herausgefiltert“.
- Pharmaforschung, Biotechnologie und Chemie-Forschung: Mittels Screening werden aus einer Vielzahl von möglichen Substanzen, Genen oder Organismen einzelne mit spezifischen Eigenschaften herausgefiltert (High-throughput screening).
- Allgemeinsprache: Sowohl im Alltag als auch in beliebigen Fachgebieten wird der Begriff verwendet, um den Vorgang der Durchsicht einer Vielzahl von Elementen zur Identifizierung bestimmter Elemente daraus oder von Lücken zu beschreiben, siehe z. B. Beitrittskonferenz #Beitrittsverfahren.
- ↑ Angela Raffle, Muir J. Gray: Screening., dt. annotierte Übersetzung, F. Piribauer et.al, Ernst Huber Verlag, Bern 2009, ISBN 978-3-456-84698-9.