Sechstagekrieg
| Sechstagekrieg | |||||||||||||||||||
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| Teil von: Nahostkonflikt | |||||||||||||||||||
| Datum | 5. bis 10. Juni 1967 | ||||||||||||||||||
| Ort | Naher Osten | ||||||||||||||||||
| Casus Belli | - Ägyptische Blockade der Meerenge von Tiran
- militärischer Aufmarsch Ägyptens an der israelischen Grenze | ||||||||||||||||||
| Ausgang | Israelischer Sieg | ||||||||||||||||||
| Folgen | Israelische Eroberung des Gazastreifens und der Sinai-Halbinsel von Ägypten, des Westjordanlandes mit Ostjerusalem von Jordanien und der Golan-Höhen von Syrien | ||||||||||||||||||
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| *westliche Angaben (Gilbert) **östliche Angaben (Engmann, Robbe) | |||||||||||||||||||
Der Sechstagekrieg oder Junikrieg (arabisch حرب الأيام الستة ḥarb al-ayyām as-sitta, hebräisch מלחמת ששת הימים milchémet schéschet haJamim) zwischen Israel und den arabischen Staaten Ägypten, Jordanien und Syrien dauerte vom 5. bis zum 10. Juni 1967. Als Teilaspekt des Nahostkonfliktes war er nach dem Israelischen Unabhängigkeitskrieg (1948) und der Suezkrise (1956) der dritte arabisch-israelische Krieg.
Unmittelbare Auslöser des Krieges waren die ägyptische Sperrung der Straße von Tiran für die israelische Schifffahrt am 22. Mai, der vom ägyptischen Präsidenten Nasser erzwungene Abzug der UNEF-Truppen vom Sinai und ein ägyptischer Aufmarsch von 1.000 Panzern und fast 100.000 Soldaten an den Grenzen Israels.
Die Kampfhandlungen begannen am 5. Juni mit einem Präventivschlag der israelischen Luftstreitkräfte gegen ägyptische Luftwaffenbasen, der einem befürchteten Angriff der arabischen Staaten zuvorkommen sollte. Jordanien, das am 30. Mai 1967 einen Verteidigungspakt mit Ägypten geschlossen hatte, griff daraufhin Westjerusalem, Ramat Rachel und Netanja an. Im Verlauf des Krieges erlangte Israel die Kontrolle über den Gazastreifen, die Sinai-Halbinsel, die Golanhöhen, das Westjordanland und Ostjerusalem. Der Ausgang des Krieges beeinflusst die Geopolitik der Region bis zum heutigen Tag.
- 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Martin Gilbert (Hrsg.): The Arab-Israeli Conflict. Its History in Maps. 3. Auflage. Weidenfeld & Nicolson, London 1979, ISBN 978-0-297-77592-8, S. 67.
- 1 2 3 4 Günter Engmann: Spannungsherd Nahost, Seite 53. Militärverlag, Berlin 1981.
- 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Martin Robbe: Scheidewege in Nahost, Seiten 223 und 227. Militärverlag, Berlin 1987.
- ↑ Lothar Rathmann (Hrsg.): Geschichte der Araber, Band 6, Seite 208f. Akademie-Verlag, Berlin 1983.
- ↑ Marion Farouk-Sluglett, Peter Sluglett: Der Irak seit 1958 – Von der Revolution zur Diktatur, Seite 112. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1991.
- ↑ Lothar Rathmann (Hrsg.): Geschichte der Araber, Band 7, Seite 396. Akademie-Verlag, Berlin 1983.
- ↑ Lothar Rathmann (Hrsg.): Geschichte der Araber, Band 6, Seite 255. Akademie-Verlag, Berlin 1983.
- ↑ Martin Gilbert (Hrsg.): The Arab-Israeli Conflict. Its History in Maps. 3. Auflage. Weidenfeld & Nicolson, London 1979, ISBN 978-0-297-77592-8, S. 70.
- 1 2 3 4 5 6 Gustav Fochler-Hauke (Hrsg.): Der Fischer Weltalmanach 1968, Seite 365. Fischer, Frankfurt am Main 1967.
- ↑ William Stevenson: Werft sie ins Meer. Der Krieg der 100 Stunden. Israels Kampf um seine Existenz 3. Auflage. Heyne, München 1967 S. 95.
- ↑ Isabella Ginor: The Russians Were Coming. The Soviet Military Threat in the 1967 Six-Day War in Middle East. In: Middle East Review of International Affairs. 20/2000, Nr. 4, 2000, ISSN 1475-3553, S. 95 (online ( vom 19. April 2012 im Internet Archive), PDF; 83 kB ( vom 23. November 2011 im Internet Archive))