Second Bank of the United States

Second Bank of the United States
Nördliche Fassade zur Chestnut Street in Philadelphia auf einer Postkarte von 1986
Land die Vereinigten Staaten
Hauptsitz Philadelphia, Pennsylvania, Vereinigte Staaten
Gründung 1816
Auflösung/Fusion 1836
Präsident
Währung US-Dollar
ISO 4217 USD
Währungsreserven
Basisleihzinssatz
Basisanlagezinssatz
Drucker
Website
Münzprägeanstalt(en)
Website
Website
Vorgänger First Bank of the United States
Nachfolger Federal Reserve System
Liste der Zentralbanken

Die Second Bank of the United States (deutsch Zweite Bank der Vereinigten Staaten) wurde 1816 als zweite Zentralbank der USA gegründet, nachdem die Charta der First Bank of the United States 1811 ausgelaufen war. Motiv zur Gründung war die Stabilisierung der amerikanischen Währung. Die „Second Bank“ entsprach in ihrer Aufgabe und Struktur weitestgehend der „First Bank“. Die Verfassungsmäßigkeit einer Zentralbank wurde in der Sache McCulloch v. Maryland von der Seite des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten bestätigt. Das Urteil annullierte auch sämtliche bundesstaatlichen Gesetze, die der Gründung oder Arbeit einer Zentralbank entgegenstanden.

Die Erneuerung der Charta der „Second Bank“ wurde jedoch von Andrew Jackson durch sein präsidiales Veto verhindert und es setzte ein langsamer Auflösungsprozess ein, der mit dem Auslaufen der Charta 1836 sein Ende fand. Die Existenz einer Zentralbank wurde ein wichtiges Wahlkampfthema bei den amerikanischen Präsidentschaftswahlen 1832, wobei Jackson von den Demokraten und der dritte Präsident der Bank Nicholas Biddle von der neu gegründeten Whig Party unterstützt wurde. Jackson gewann die Wahl und die Charta wurde nie erneuert. Biddle jedoch, durch eine bundesstaatliche Charta mit neuer Legitimation versehen, setzte seine Arbeit fort. Die Spannungen waren immer noch enorm, als Präsident John Tyler eine Gesetzesinitiative der Whig Party für die Wiedereinrichtung einer Zentralbank durch sein Veto zu Fall brachte.