Sextus Quintilius Valerius Maximus (der Jüngere)

Sextus Quintilius Valerius Maximus war ein römischer Senator aus der Familie der Quintilii, die in Alexandria Troas, in der Provinz Asia, ansässig war. Er gehört zur zweiten Generation der senatorisch belegten Quintilii und lebte etwa im späten 1. bis frühen 2. Jahrhundert n. Chr. Die Informationen zu seiner Person stammen vor allem aus einer Ehreninschrift aus Tusculum.

Sein Vater war der gleichnamige Sextus Quintilius Valerius Maximus, der unter Kaiser Nerva in den Senatorenstand aufstieg und als Corrector in Achaea (um 108/109) tätig war. Er hatte mindestens zwei Söhne: Sextus Quintilius Valerius Maximus und Sextus Quintilius Condianus, die als Brüderpaar im Jahr 151 Konsuln waren. Der Lebensmittelpunkt der Familie verlagerte sich bereits unter seinem Vater von Alexandria Troas nach Italien, wo sie ausgedehnten Grundbesitz erwarben.

Valerius Maximus begann seine Karriere in Rom als vigintisexvir viarum curandarum (eines der Vier-Männer-Kollegiums für die Straßenpflege). Seine militärische Laufbahn führte ihn als Militärtribun zur Legio I Italica (wahrscheinlich in Moesia inferior) und zur Legio XIII Gemina, während der Dakerkriege unter Kaiser Trajan (101–106). Nach seinem Militärdienst war er Quästor der Provinz Achaea.

Danach kehrte er nach Rom zurück und übernahm das Volkstribunat sowie die Prätur. Nach der Prätur diente er als legatus proconsulis provinciae Achaiae (Legat des Prokonsuls der Provinz Achaea). Die Datierung wird auf ca. 116/117 angesetzt, gestützt auf eine fragmentarische Inschrift aus Kythera, die einen Quintilius Maximus ehrt. Über sein Leben nach der Legatur ist nichts bekannt.

  1. CIL 14, 2609.
  2. IG V 1, 380.