Sextus Quintilius Valerius Maximus (der Ältere)

Sextus Quintilius Valerius Maximus war ein römischer Senator aus der Familie der Quintilii, die in Alexandria Troas in Provinz Asia ansässig war. Er gehört zur ersten Generation der senatorisch belegten Quintilii und lebte etwa im späten 1. Jahrhundert n. Chr. Die Informationen zu seiner Person stammen vor allem aus einer Statuenbasis aus Alexandria Troas, die ihm als Patron der Kolonie vom Vicus X (vermutlich zusammen mit weiteren Vicus-Basen, die nicht erhalten sind) errichtet wurde. Weitere Details ergeben sich aus Plinius' Brief 8, 24 (an einen Maximus gerichtet).

Valerius Maximus war der Sohn eines Sextus (Quintilius). Er hatte mindestens einen Sohn: Sextus Quintilius Valerius Maximus, der um 116/117 Legat in der Provinz Achaea war. Seine Enkel waren Sextus Quintilius Valerius Maximus und Sextus Quintilius Condianus; beide waren zusammen Konsuln im Jahr 151. Die Familie erwarb umfangreichen Besitz in Italien (z. B. in Tusculum) und verlagerte ihren Lebensmittelpunkt dorthin.

Die Karriere des Valerius Maximus begann in seiner Heimatstadt und folgte dem typischen cursus honorum eines senatorschen Amtsträgers: praefectus fabrum, Duumvir, Pontifex. Ihm wurden ehrenhalber die Insignien und Vorrechte eines Duumvirn sowie eines Priesters verliehen (IIviralibus et sacerdotalibus ornamentis honorato). Unter Kaiser Nerva erhielt er den latus clavus (breiter Purpursaum), was den Eintritt in den Senat ermöglichte (lato clavo exornato a divo Augusto Nerva).

Im Jahr 97/98 oder 98/99 wurde Valerius Maximus Quästor der Provinz Bithynia et Pontus. Er brachte aus Bithynia eine ausgezeichnete Reputation seiner Quästur mit. Plinius' Worte über einen Quaestor, der als Kandidat des Kaisers die Provinz leitete und deren Finanzen mustergültig ordnete, beziehen sich wahrscheinlich auf ihn; einige Forscher schlossen daraus eine quasi-prokonsularische Verwaltung, was jedoch umstritten ist. Es folgten das Volkstribunat und die Prätur.

Als Höhepunkt diente er als Corrector (Legatus bei Plinius) zur Ordnung des Status der freien Städte in der Provinz Achaea (um 108/109). Plinius adressierte ihm den Brief mit Ratschlägen zur Amtsführung: Maximus solle die Provinz als „wahres und unverfälschtes Griechenland“ behandeln, die Freiheit der Städte respektieren, Humanitas walten lassen und Ordnung schaffen, ohne Arroganz. Der Brief gilt als Beleg für die Identifikation mit Plinius' Freund Maximus. Die Legation war möglicherweise ein „Prämium“ (praemium data) für seine Verdienste. Er war der erste bekannte Inhaber dieses Amtes in Achaea.

  1. CIL 3, 384.
  2. Plinius, Epistulae 8,24,8.
  3. Plinius, Epistulae 8,24,8.
  4. Plinius, Epistulae 8,24.