Sexueller Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche
Der sexuelle Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche bezeichnet das Phänomen der Häufigkeit von sexuellen Handlungen im kriminellen Sinne von Priestern, Ordensleuten und Erziehern im Umfeld der römisch-katholischen Kirche gegenüber den entsprechenden Opfern.
Kirchliche Maßnahmen gegen einen solchen sexuellen Missbrauch können bis ins 2. Jahrhundert zurückverfolgt werden. Seit Mitte der 1980er Jahre erhält sexueller Missbrauch in der Kirche weltweit größere öffentliche Aufmerksamkeit, da der Umgang der Kirche mit Opfern und Tätern nicht mehr angemessen erscheint. Die Sensibilisierung für das frühere Tabuthema hat viele Opfer ermutigt, auch mehrere Jahrzehnte nach den Vorfällen ihre traumatischen Erlebnisse öffentlich zu machen. Sexuelle Missbräuche verweisen zudem neuerdings auf die dunkelsten Zeiten der europäischen Geschichte: Neue Dokumente enthüllen, dass das nationalsozialistische Regime den Missbrauch von Kindern in Deutschland als Druckmittel einsetzte, um den Papst davon abzuhalten, sich gegen den Holocaust zu stellen (Papst Pius XII. und der Holocaust).
- ↑ Kieran Tapsell: Potiphar's wife: the Vatican's secret and child sexual abuse. Repr Auflage. ATF Press, Adelaide, Australia 2014, ISBN 978-1-921511-45-5.
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- ↑ Papst Pius XII. und der Holocaust - Die ganze Doku | ARTE. Abgerufen am 16. Februar 2025.
- ↑ https://evangelische-zeitung.de/arte-doku-ueber-papst-pius-xii-und-seine-rolle-im-holocaust/