Solidaritätskomitee der DDR

Das Solidaritätskomitee der DDR (kurz: die Solidarität) war eine Organisation in der DDR, die die verschiedenen Entwicklungshilfeaktivitäten in der DDR koordinierte. Ihre Arbeit diente der wirtschaftlichen Entwicklung der Länder der Dritten Welt und der Durchsetzung der DDR-Außenpolitik. Das Komitee war direkt abhängig vom Zentralkomitee der SED, war aber im Rahmen der Liga für Völkerfreundschaft der DDR eine juristisch eigenständige Organisation und unterlag nicht dem Weisungsrecht der Regierung. Es koordinierte Aktionen von anderen gesellschaftlichen Organisationen.

  1. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage des Abgeordneten Konrad Weiß (Berlin) und der Gruppe BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Drucksache 12/649, 17. Juni 1991, S. 1, aufgerufen am 5. Februar 2014.
  2. Peter Stobinski: Nicaragua war uns wichtig. Zur Geschichte der Solidarität der DDR-Bevölkerung, in: Erika Harzer und Willi Volks (Hg.), Aufbruch nach Nicaragua. Deutsch-deutsche Solidarität im Systemwettstreit, Berlin: Christoph Links Verlag, 2008, S. 62–68, hier: 64.