Spinale Muskelatrophie

Klassifikation nach ICD-10
G12.0 Infantile spinale Muskelatrophie, Typ I (Typ Werdnig-Hoffmann)
G12.1 Sonstige vererbte spinale Muskelatrophie
Kindheitsform, Typ II
Typ Kugelberg-Welander
Erwachsenenform
G12.9 Spinale Muskelatrophie, nicht näher bezeichnet
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
Klassifikation nach ICD-11
8B61 Spinale Muskelatrophie
8B61.0 Infantile spinale Muskelatrophie, Typ I
8B61.1 Späte infantile spinale Muskelatrophie, Typ II
8B61.2 Juvenile spinale Muskelatrophie, Typ III
8B61.3 Adulte spinale Muskelatrophie, Typ IV
8B61.4 Lokalisierte spinale Muskelatrophie
8B61.Y Sonstige näher bezeichnete spinale Muskelatrophie
8B61.Z Spinale Muskelatrophie, nicht näher bezeichnet
ICD-11: EnglischDeutsch (Vorabversion)

Die spinale Muskelatrophie (kurz SMA) ist ein Muskelschwund, der durch einen fortschreitenden Untergang von motorischen Nervenzellen im Vorderhorn des Rückenmarks verursacht wird. Sie tritt bei Menschen selten auf (1/10.000 Geborene). Der Rückgang dieser sogenannten zweiten Motoneurone bewirkt, dass Nervensignale nicht an die Muskeln weitergeleitet werden. Lähmungen mit den Charakteristika Muskelschwund (Atrophie) und verminderte Muskelspannung sind die Folge. Sind Hirnnerven betroffen, kommt es auch zu Einschränkungen der Schluck-, Kau- und Sprechfunktionen. Hierbei spricht man von einer spinobulbären Muskelatrophie Typ Kennedy (SBMA) oder einer progressiven Bulbärparalyse.

Folgende Befunde lassen sich dabei erheben:

Bei Verdacht auf spinale Muskelatrophie gelten heute Gentests als diagnostischer Standard.

  1. aerztezeitung.de