Stadler GTW

Stadler GTW
Zweiteiliger dieselelektrischer GTW 10257 von Arriva
Anzahl: 605 verkauft, Dez. 2018
Hersteller: Stadler Rail
Baujahr(e): 1996–2017
Achsfolge: GTW 2/6:  2’Bo2’
GTW 2/8:  2’2’Bo2’
und weitere
Spurweite: 1435 mm, 1000 mm und 1668 mm
Länge: GTW 2/6:  30,1 – 40,9 m
GTW 2/8:  53,4 – 55,9 m
Breite: 2600 – 3000 mm
Fester Achsstand: 1600 – 2100 mm
Treibraddurchmesser: 750 – 870 mm (neu)
Laufraddurchmesser: 660 – 750 mm (neu)
Dienstmasse: GTW 2/6:  37 – 73,3 t
GTW 2/8:  78.5 – 93 t
Höchstgeschwindigkeit: Normalspur: bis 140 km/h
Meterspur:   bis 100 km/h
Kurzzeitleistung: pro Traktionsmodul
400 – 1200 kW
Anfahrzugkraft: pro Traktionsmodul
Adhäsion: 55 – 80 kN
Antrieb: elektrisch oder dieselelektrisch
Steuerung: bis zu vier Fahrzeuge in Mehrfachtraktion
Sitzplätze: GTW 2/6:    76 – 134
GTW 2/8:  139 – 192
Stehplätze: GTW 2/6:    65 – 158
GTW 2/8:  139 – 214
Fußbodenhöhe: Niederflurbereich
370 – 830 mm
Niederfluranteil: > 65 %

Der GTW (für Gelenktriebwagen) des Unternehmens Stadler Rail ist ein Triebzugkonzept für den Schienenpersonennahverkehr. Das auffälligste Merkmal aller Fahrzeuge ist das zweiachsige Antriebsmodul, das als Zwischenwagen in die feste Zugkomposition eingereiht ist und die vollständige elektrische oder dieselelektrische Antriebsausrüstung beinhaltet.

Die Fahrzeugfamilie zeichnet sich durch einen modularen Aufbau aus, der es ermöglicht, Abmessungen und Ausstattung an die spezifischen Anforderungen des jeweiligen Verkehrsnetzes anzupassen. Die Triebwagen wurden mehr als zwanzig Jahre produziert und der technischen Entwicklung angepasst. Obwohl die GTW der vierten Generation technisch den Flirt näher stehen als den GTW der ersten Generation, verwendet der Hersteller den Begriff Generation nicht. Seit 2017 verkauft Stadler als Nachfolgebauart die Stadler WINK, weil die im Lauf der Bauzeit verschärften Crashvorschriften von den GTW nicht mehr vollständig erfüllt werden können.

  1. Thomas Griesser Kym: Stadler in Zahlen: Vom KMU zum Weltkonzern mit 8000 Mitarbeitern. In: St. Galler Tagblatt (Online) vom 7. Dezember 2018.