Stadtschnellbahn

Eine Stadtschnellbahn, teilweise auch kurz Schnellbahn, ist ein leistungsfähiges Bahnsystem zur Abwicklung des Personennahverkehrs in Großstädten und Ballungsräumen, das unabhängig vom Straßenverkehr geführt wird. Stadtschnellbahnen zeichnen sich durch eine dichte Zugfolge und hohe Reisegeschwindigkeiten aus. In Deutschland werden Stadtschnellbahnen nach der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO) als S-Bahn oder nach der Straßenbahn-Bau- und Betriebsordnung (BOStrab) als U-Bahn betrieben.

Dabei ist nicht jede S-Bahn als Stadtschnellbahn zu klassifizieren, da die Bezeichnung „S-Bahn“ auch für eher regionale Netze wie die S-Bahn Mitteldeutschland genutzt wird. Eine Stadtschnellbahn kreuzt andere Verkehrswege meist höhenfrei, in seltenen Fällen auch höhengleich mit einem Bahnübergang.

Im Vergleich zu anderen städtischen Verkehrsmitteln wie Bus oder Straßenbahn haben Stadtschnellbahnen größere Haltestellenabstände und eine höhere Beförderungsleistung. Sie dienen der schnellen Verbindung von Umsteigeknoten und Schwerpunkten hohen Fahrgastaufkommens.

  1. Stadtschnellbahn. In: Lexikon Eisenbahn. 6., bearbeitete und ergänzte Auflage. Transpress VEB Verlag für Verkehrswesen, Berlin 1981, S. 730 f.
  2. Jörn Pachl: Sicherungstechnik für Bahnen im Stadtverkehr. Springer Vieweg, Wiesbaden 2017, ISBN 978-3-658-16414-0, doi:10.1007/978-3-658-16414-0_1, urn:nbn:de:1111-201611237096.
    1. S. 2
  3. Dirk Vallée, Barbara Engel, Walter Vogt: Stadtverkehrsplanung. 3. Auflage. Band 3: Entwurf, Bemessung und Betrieb. Springer Vieweg, Berlin 2021, ISBN 978-3-662-59696-8, S. 274 f., doi:10.1007/978-3-662-59697-5_6.