Sterngarten
Das Freiluftplanetarium Sterngarten am Georgenberg in Wien-Mauer ist eine unentgeltlich benützbare Anlage zur freisichtigen Beobachtung des Himmelsgeschehens bei Tag und Nacht. Die von Hermann Mucke initiierte Anlage geht auf eine Idee seines Vorgängers Oswald Thomas für einen Sternenhain am Laaerberg zurück. Sie wurde 1997 bis 2000 am Rand des Maurerwaldes errichtet und wird vom Österreichischen Astronomischen Verein betreut. Die Naturnähe auf einer großen Lichtung und der relativ dunkle Himmel soll den Besuchern die „obere Hälfte der Welt“ bewusst und erlebbar machen, besonders den jahreszeitlichen Verlauf der Sonnenbahn.
Der Sterngarten liegt im Südwesten Wiens am Rand eines Naturschutzgebiets, den Erholungsräumen Niederösterreich – Wien. Durch drei weithin sichtbare, etwa 17 Meter hohe Masten zieht die Anlage daher auch Wanderer sowie Besucher der nahen Wotruba-Kirche an, einem skulptural aufgefassten Kirchenraum aus den Jahren 1974–76.
Die Anlage auf der Kuppe des Georgenbergs liegt 1,2 Kilometer westlich des Maurer Ortskerns und 130 Meter höher. Rund um die jetzige Plattform war im 2. Weltkrieg das Areal einer Luftnachrichtentruppen-Kaserne mit einem Übungsgelände und einem großen Schießplatz.
- ↑ Hermann Mucke: Himmelskunde im Freiluftplanetarium Wien. Hrsg.: Österreichisch Astronomischer Verein. 2002, ISBN 3-9501574-0-9, S. 122.