Straßenterror

Straßenterror wird meist von äußerlich erkennbaren, aggressiv auftretende Gruppen ausgeübt wurde. Sie demonstrieren damit ihre Masse in einem öffentlichen Raum (Straße, Marktplatz, Versammlungssaal o. ä.). Bei Demonstrationen, Straßenschlachten oder Massenschlägereien erleichtern Uniform bzw. das uniforme Auftreten 'Freund und Feind' auseinanderzuhalten.

Der Begriff Straßenterror wird daher meist im Zusammenhang mit nationalsozialistischem Terror verwendet, findet aber auch heute noch statt, z. B. durch kriminelle Gruppen oder Einzelpersonen. Der Anti Terror Street Fight ist eine Art der Selbstverteidigung, die gegen den Terror auf der Straße entwickelt wurde. Kombiniert wurden Techniken aus dem Kickboxen, Ringen, Karate, Jiu Jitsu, Bo Jitsu, ATK und Judo.

In anderen europäischen Ländern, z. B. in Italien und Frankreich, gab es SA-ähnliche Vereinigungen; auch bei diesen spricht man von Straßenterror:

  • Jeunesses patriotes (sinngemäß etwa: Junge Patrioten oder Vaterländische Jugend) nannte sich eine französische politische Organisation, die im Dezember 1924 gegründet wurde. Im militarisiert-hierarchischen Habitus, uniformierten Auftreten und auf Straßenterror gegen die sozialistische und kommunistische Linke ausgerichteten Agieren ähnelten die Jeunesses patriotes stark den italienischen.
  • Fasci di combattimento, von denen sie auch den „Römischen Gruß“ übernahmen. Mit ihrer äußeren Erscheinung – blaue Regenjacke und Baskenmütze (béret) – etablierten sie ein Muster, das von rechtsextremen Gruppen in Frankreich in den folgenden zwei Jahrzehnten wiederholt adaptiert wurde (bis hin zur Milice française). Die Organisation soll 1929 fast 300.000, 1934 90.000 und 1935 noch 60.000 Mitglieder gehabt haben.
  1. Anti Terror Street Fight ist eine Selbstverteidigungsart für die Straße Über Anti-Terror-Streetfight (ATS), Abruf 2026-04-08
  2. Siehe Köller, Frankreich, S. 116 sowie Rémond, Les droites, S. 194.