Studentenbewegung
Der Begriff Studentenbewegung bezeichnet im heutigen Deutsch-Sprachraum im engeren Sinn die von Studenten und Studentinnen ausgehenden Proteste, mit denen Forderungen nach Hochschul- und Gesellschaftsreformen in den späten 1960er und den frühen 1970er Jahren in Deutschland und weltweit Nachdruck verliehen wurde. Dafür gibt es auch Ausdrücke wie die „kritische Jugendbewegung“ der 1960er und 1970er, die 1968er, die westdeutsche Studentenbewegung der 1960er Jahre, u. ä. mehr.
Eine Studentenbewegung ist in einem weiteren, zeitlich unbestimmten Sinn eine politische Bewegung von hauptsächlich studentischen Teilnehmern und Teilen des Lehrkörpers, die ihren Ausgang von Universitäten nimmt. Sie steht oft in unmittelbarem Bezug zu einzelnen Maßnahmen der jeweiligen Regierung, kann aber auch die Form einer allgemeinen intellektuell und sozial motivierten außerparlamentarischen Opposition zum herrschenden System annehmen.
- ↑ Dietrich Hildebrandt: „…und die Studenten freuen sich!“ Studentenbewegung in Heidelberg 1967-1973. esprint-Verlag, Heidelberg 1991, ISBN 3-88326-190-4 (zugleich Diss. FU Berlin, 1990)
- ↑ Gerhard Bauß: Die Studentenbewegung der sechziger Jahre in der Bundesrepublik und Westberlin. Pahl-Rugenstein, Köln 1977. ISBN 3-7609-0320-7.