Studierbarkeit

Studierbarkeit bezeichnet die Gewährleistung angemessener Studienbedingungen durch die Hochschule. Unter Studierbarkeit wird somit häufig „all das verstanden, was eine Hochschule an Rahmenbedingungen und Infrastruktur bereitstellt, um den Studierenden ein möglichst reibungsloses und flexibles Studieren zu ermöglichen.“ Die definierenden Eigenschaften des Begriffs sind Gegenstand wissenschaftlicher Diskussionen und schwierig zu fassen. Aus diesem Grund bevorzugen manche Wissenschaftler eine Definition ex negativo, z. B. „Studierbarkeit ist die Abwesenheit von Faktoren, die das Studium behindern.“ Solche Faktoren werden zu den Gründen gezählt, warum in Deutschland mehr als die Hälfte der Studierenden ihr Studium nicht in der Regelstudienzeit bewältigt.

Von der Studierbarkeit zu unterscheiden ist die Studierfähigkeit. Während die Studierbarkeit eine Eigenschaft eines Studiengangs ist, ist die Studierfähigkeit die individuelle Eigenschaft von Studierenden.

  1. Vlasta Zucha, Sarah Zaussinger, Martin Unger: Studierbarkeit und Studienzufriedenheit. Zusatzbericht der Studierenden-Sozialerhebung 2019. Institut für Höhere Studien, Wien (ihs.ac.at [PDF]).
  2. Roland Richter: Studierbarkeit des Studiums herstellen - Ein Auftrag für die Studienreform. In: Das Hochschulwesen. Band 48, Nr. 5, 2000, ISSN 0018-2974, S. 158–162 (fachportal-paedagogik.de [abgerufen am 31. Mai 2024]).
  3. Ivo van den Berk, Konstantin Schultes, Katrin Stolz: Wie Studierende gut durch das Studium kommen. Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg, 10. April 2014, abgerufen am 16. Dezember 2021.