Sulfolobaceae
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Eine Sulfolobus-Zelle, mit zwei | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
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| Stetter 1989 |
Sulfolobaceae ist die Bezeichnung einer Familie hyperthermophiler Archaea der Ordnung Sulfolobales aus dem Phylum Thermoproteota im Reich Thermoproteati. Einige Vertreter sind darüber hinaus acidophil. Die Familie wurde (nach einem Vorschlag von Zillig et al. aus dem Jahr 1986) im Jahr 1989 von Karl O. Stetter vom Archaeenzentrum der Universität Regensburg im Bergey’s Manual of Systematic Bacteriology erstbeschrieben. Die Arten der Typusgattung Sulfolobus wachsen in vulkanischen Quellen, wobei das optimale Wachstum bei einem pH-Wert von 2 bis 3 und Temperaturen von 75 bis 80 °C stattfindet, weshalb sie als acidophil bzw. thermophil gelten. Sulfolobus-Zellen sind unregelmäßig geformt und begeißelt. Von der Gattung Sulfolobus wurde 2018 von Sakai & Kuroswa die neue Gattung Saccharolobus mit den Spezies S. solfataricus sowie S. shibatae abgespalten; und die Spezies Sulfolobus tokodaii wurde in diesem Jahr von Tsuboi et al. in die bereits bestehende Gattung Sulfurisphaera verschoben. Im Gegensatz dazu wurde ein Vorschlag, auch Sulfolobus islandicus in die Gattung Saccharolobus zu verschieben, im Allgemeinen nicht gefolgt. Alle drei Gattungen, Sulfolobus, Saccharolobus und Sulfurisphaera gehören zur Familie Sulfolobaceae.
Die Artnamen der Sulfolobaceae wurden und werden in der Regel nach dem Ort benannt, an dem sie zuerst isoliert wurden, z. B. wurde Saccharolobus solfataricus (damals noch Sulfolobus solfataricus genannt) zuerst im Vulkan Solfatara (Pozzuoli bei Neapel, Italien) isoliert. Andere Arten sind weltweit in Gebieten mit vulkanischer oder geothermischer Aktivität zu finden, z. B. in geologischen Formationen, die als Schlammtöpfe oder Solfatare bezeichnet werden.
- ↑ Die Genome Taxonomy Database (GTDB) verweist die Ordnung Sulfolobales nicht in die Klasse Thermoprotei, sondern in eine eigene Klasse Thermoprotei_A (manchmal auch als Sulfolobia bezeichnet).