Tätervolk
Das Schlagwort Tätervolk bezieht sich auf die These einer Kollektivschuld, die besagt, dass ein Volk moralisch als Ganzes für verbrecherische Taten eines Teils seiner Angehörigen verantwortlich sei. Dieser Ausdruck bezeichnet ein Volk als Täter für dessen unmoralischen, unmenschlichen Taten, die in eigenem Namen begangen wurden. Der Begriff wird als Demagogie – propagandistische Irreführung der Bevölkerung – eingeordnet und wurde in Deutschland zum Unwort des Jahres 2003 gewählt.