Tagebau Jänschwalde
| Tagebau Jänschwalde | |||
|---|---|---|---|
| Allgemeine Informationen zum Bergwerk | |||
| Abbautechnik | Tagebau auf 60,15 km² | ||
| Abraum | (2008) 143 Mio. t | ||
| Förderung/Jahr | (2008) 13 Mio. t | ||
| Informationen zum Bergwerksunternehmen | |||
| Betreibende Gesellschaft | LEAG | ||
| Betriebsbeginn | 1971 | ||
| Betriebsende | 2024 | ||
| Nachfolgenutzung | Teilweise Auffüllung zum Restsee
(siehe auch Klinger See, Taubendorfer See) | ||
| Geförderte Rohstoffe | |||
| Abbau von | Braunkohle | ||
| Braunkohle | |||
| 2. Lausitzer Flöz | |||
| Mächtigkeit | 8–12 m | ||
| Größte Teufe | 95 m | ||
| Geographische Lage | |||
| Koordinaten | 51° 47′ 31″ N, 14° 32′ 23″ O | ||
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| Standort | Jänschwalde | ||
| Gemeinde | Jänschwalde, Forst (Lausitz), Heinersbrück, Schenkendöbern | ||
| Landkreis (NUTS3) | Landkreis Spree-Neiße | ||
| Land | Land Brandenburg | ||
| Staat | Deutschland | ||
| Revier | Lausitzer Braunkohlerevier | ||
Der Tagebau Jänschwalde ist ein ehemaliger Braunkohletagebau der Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG) im Lausitzer Braunkohlerevier in Brandenburg. Er wurde nach der Gemeinde Jänschwalde im Landkreis Spree-Neiße benannt. Der Heizwert der Braunkohle liegt bei 8.400 kJ/kg; sie enthält etwa 51 % Wasser, 1 % Schwefel und 12 % Asche. Das naheliegende Kraftwerk Jänschwalde wurde zum Großteil mit Braunkohle aus diesem Tagebau versorgt. Der Tagebau Jänschwalde liegt nordöstlich der kreisfreien Stadt Cottbus. Der flächenmäßig größte Teil befindet sich im Landkreis Spree-Neiße, ein geringerer Teil berührt das Gebiet der Stadt Cottbus. Er wurde im Zeitraum 1974 bis 1976 südlich des Ortes Grötsch (bei Heinersbrück) aufgeschlossen, entwickelte sich aus dem Raum Grötsch zunächst in südliche Richtung und wendete sich dann bei Klinge nach Nordosten.
Am 1. September 2019 wurde der Tagebau vorübergehend stillgelegt, da keine bestätigte FFH-Verträglichkeitsprüfung vorlag. Seit dem 24. Februar 2020 durfte wieder Kohle abgebaut werden. Am 16. März 2022 verfügte das Verwaltungsgericht Cottbus einen Abbaustopp ab 15. Mai 2022 aufgrund eines Widerspruchs gegen den Hauptbetriebsplan (siehe auch Wasserhaushalt).
Am 22. Dezember 2023 wurde der reguläre Abbau beendet. Die Flächen werden geotechnisch gesichert, rekultiviert – und ein Solarpark mit mehreren hundert Megawatt Leistung wird errichtet. Bis zum Vorliegen des Abschlussbetriebsplans lief der Abbau noch für einige Monate weiter.
Seitdem ist Welzow-Süd der einzige Braunkohletagebau in Brandenburg.
- ↑ Braunkohlentagebaue Jänschwalde/Cottbus-Nord. In: corporate.vattenfall.de. Vattenfall GmbH, November 2012, archiviert vom am 10. Januar 2014; abgerufen am 16. Januar 2021.
- ↑ Nach Gerichtsurteil: Tagebau Jänschwalde muss am 15. Mai stoppen. Abgerufen am 1. Mai 2022.
- ↑ Nach 50 Jahren ist Schluss: Keine Kohle mehr aus Jänschwalde. In: FAZ.NET. 22. Dezember 2023, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 28. Dezember 2023]).
- ↑ Im Tagebau Jänschwalde wird länger als geplant Kohle abgebaggert. 25. November 2023, abgerufen am 28. Dezember 2023.
- ↑ Benjamin Kühn: Abschied vom Tagebau Jänschwalde. Schichtwechsel beendet Kohleförderung. In: NIEDERLAUSITZ aktuell. 22. Dezember 2023, abgerufen am 28. Dezember 2023.