Carbolineum

Carbolineum (von lateinisch carbo ‚Kohle‘ und oleum ‚Öl‘) auch Karbolineum oder Steinkohlenteeröl ist ein öliges, wasserunlösliches, brennbares, braunrotes, teerig riechendes, hochsiedendes Destillat aus Steinkohlenteer.

Steinkohlenteer-Destillate wurden erstmals 1838 durch Bethell in Großbritannien als Holzschutzmittel eingesetzt. Der Name Karbolineum wurde 1888 von der Firma Avenarius als Handelsmarke eingeführt.

Es wird aus der Steinkohlenteer-Fraktion Anthracen oder Grünöl, die über 270 °C siedet, gewonnen. Es ist im eigentlichen Sinn ein spezielles Teerkreosot, aber aus einer anderen Fraktion hergestellt als das allgemein bezeichnete Teerkreosot.

  1. Heinz-Gerhard Franck, Gerd Collin: Steinkohlenteer: Chemie, Technologie und Verwendung. Springer-Verlag, 1968, ISBN 3-642-88258-7, S. 113.
  2. Dr. Otto Lange: Chemisch-Technische Vorschriften. Springer-Verlag, 1923, Band 2, ISBN 978-3-662-31454-8, S. 66.
  3. RÖMPP Lexikon Chemie, Band 3: H–L. 10. Auflage. Georg-Thieme-Verlag, 1997, ISBN 3-13-734810-2, S. 1791.
  4. Holzschutzmittelgeschichte auf holzfragen.de, abgerufen am 23. März 2016.
  5. Franz Kollmann: Technologie des Holzes und der Holzwerkstoffe. Springer-Verlag, 1982, ISBN 0-387-11778-4, S. 60.
  6. A. Gottstein, A. Schloßmann, L. Teleky: Handbuch der Sozialen Hygiene und Gesundheitsfürsorge. Zweiter Band: Gewerbehygiene und Gewerbekrankheiten, Springer-Verlag, 1926, ISBN 978-3-540-01035-7, S. 371.