Theorie mittlerer Reichweite

Theorien mittlerer Reichweite (engl. middle range theory) ist ein von Robert K. Merton im Jahr 1949 eingebrachter Begriff für Theorien, die in der Soziologie bevorzugt angestrebt werden sollten. Merton benutzt den Begriff, um das Abstraktionsniveau einer Theorie zu beschreiben. Theorien mittlerer Reichweite stehen für ihn im Kontrast zu Haupttheorien (Totaltheorie, Universaltheorie, „grand theories“ oder „comprehensive social theories“) und Mikrotheorien. Haupttheorien in diesem Sinne sind umfassende und kohärente Theoriegebäude.