Torpor

Als Torpor (lat. ‚Erstarrung, Betäubung‘) bezeichnet man die drastische Reduktion des Energieverbrauchs durch eine gezielte Verlangsamung des Stoffwechsels. Die Fähigkeit hierzu besitzen einige Säugetiere und Vogelarten. Während des Torpors werden alle Prozesse des Körpers heruntergefahren und funktionieren nur noch auf einem minimalen Level. So reguliert der Körper beispielsweise keine Temperatur mehr und die Körpertemperatur der torpiden Tiere gleicht sich der Umgebungstemperatur an. Generell wird Torpor mit Inaktivität assoziiert. Torpor dient den Tieren zur Überbrückung von lebensunwirtlichen Zeiten, die meist durch Kälte, Trockenheit oder Nahrungsknappheit gekennzeichnet sind.

  1. Thomas Ruf, Fritz Geiser: Daily torpor and hibernation in birds and mammals. In: Biological Reviews. Band 90, Nr. 3, 2015, ISSN 1469-185X, S. 891–926, doi:10.1111/brv.12137, PMID 25123049, PMC 4351926 (freier Volltext) (englisch).