Trümmerfrau
Als Trümmerfrauen werden Frauen bezeichnet, die nach dem Zweiten Weltkrieg in vielen deutschen und österreichischen Städten bei der Enttrümmerung mithalfen. Sie waren neben professionellen Trümmerbeseitigern und zwangsverpflichteten ehemaligen Nationalsozialisten eine Gruppe der Akteure in den Trümmerräumaktionen der Nachkriegszeit. Einige Historiker sprechen von einer gezielten Glorifizierung der Trümmerfrauen, die mit der Realität nichts zu tun habe. So seien viele Fotos (zum Teil professionell) inszeniert worden. Der Begriff wurde spätestens seit Ende der 1940er Jahre verwendet.
- ↑ Jakob Wetzel: Debatte um ein Denkmal – Die Mär von den Münchner Trümmerfrauen. In: sueddeutsche.de. 9. Dezember 2013, abgerufen am 6. April 2019.
- ↑ Anna-Sophia Pappai: „Trümmerfrauen“ und „Trümmermänner“. Symbolische und reale Wiederaufbauarbeit in Dresden und Warschau nach 1945. In: Claudia Kraft (Hrsg.): Geschlechterbeziehungen in Ostmitteleuropa nach dem Zweiten Weltkrieg. München 2008 (= Bad Wiesseer Tagungen des Collegium Carolinum), S. 43, 55.
- ↑ Robert Propst: Trümmerfrauen nach Zweitem Weltkrieg – Ein arrangierter deutscher Mythos. In: sueddeutsche.de. 3. Dezember 2014, abgerufen am 19. April 2020.
- ↑ Christian Frey: Heerscharen von Trümmerfrauen waren ein Mythos. In: welt.de. 20. November 2014, abgerufen am 27. Juni 2020.
- ↑ Leipziger Messemosaik. In: Weltpresse. Unabhängige Nachrichten und Stimmen aus aller Welt / Weltpresse, 6. September 1949, S. 3 (online bei ANNO).