Tupamaros West-Berlin

Die Tupamaros West-Berlin (TW) waren eine linksterroristische Gruppe von maximal 15 Personen, die von November 1969 bis zum 19. Juli 1970 bestand. Ihr Gründer war Dieter Kunzelmann. Mitglieder der Gruppe unternahmen Anschläge mit Brandbomben in West-Berlin, bei denen durch Zufall niemand verletzt wurde. Geschichts- und Politikwissenschaftler sehen die Gruppe vor allem wegen ihrer Berufung auf das ursprünglich lateinamerikanische Konzept der Stadtguerilla als ideologischen Vorläufer der Terrororganisationen Bewegung 2. Juni und der Rote Armee Fraktion.

  1. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland: Eine kritische Bestandsaufnahme. Springer, Wiesbaden 2014, ISBN 978-3-658-04506-7, S. 167
  2. Aribert Reimann: Dieter Kunzelmann: Avantgardist, Protestler, Radikaler. Göttingen 2009, S. 232 und 250
  3. Gerd Langguth: Die Protestbewegung in der Bundesrepublik Deutschland: 1968–1976. Wissenschaft und Politik, 1976, S. 242.
    Hochschule für Politische Wissenschaften München, Hanns-Seidel-Stiftung (Hrsg.): Politische Studien: Monatshefte der Hochschule für Politische Wissenschaften München, Ausgaben 366-368. Isar-Verlag, 1999, S. 78.
    Wolfgang Kraushaar: Die RAF und der linke Terrorismus, Band 1. Hamburger Edition, 2006, ISBN 3-936096-65-1, S. 528–530.
    Jan Fleischhauer: S.P.O.N. – Der Schwarze Kanal: Propaganda der Tat. In: Spiegel Online. 21. Februar 2013, abgerufen am 7. November 2019.