Tuskaloosa

Tuskaloosa (Tuskalusa, Tushkaloosa, Tuskaluza, Tastaluca) († 1540) war ein oberster Häuptling eines zur Mississippi-Kultur zählenden, im heutigen US-Bundesstaat Alabama lebenden Indianervolkes. Bei seinem Volk handelte es sich vermutlich um Vorfahren mehrerer Stämme von Ureinwohnern des südlichen Nordamerika, nämlich der Choctaw and Creek, die später in diesem Gebiet siedelten. Die heutige Stadt Tuscaloosa in Alabama ist nach ihm benannt.

Tuskaloosa wurde bekannt durch die an einem befestigten Indianerdorf geführte Schlacht von Mauvilla gegen den spanischen Konquistador Hernando de Soto. Obwohl von den Spaniern bei ihrem Marsch durch sein Herrschaftsgebiet als Geisel gefangen genommen, gelang es ihm, in dem damaligen Ort namens Mauvilla oder Mabila einen Überraschungsangriff auf sie zu organisieren, wurde aber letztendlich geschlagen, er selbst getötet.

Zeitgenössische Berichte beschreiben den Oberhäuptling als sehr großen, gut gebauten Mann, laut manchen Autoren habe er die spanischen Soldaten um eineinhalb Fuß überragt. Sein Name ist abgeleitet von zwei Worten in der Sprache der Choctaw-Indianer, tashka und losa, was übersetzt „Schwarzer Krieger“ bedeutet.

  1. Charles Melvin Hudson Jr.: Knights of Spain. Warriors of the Sun. University of Georgia Press, 1997, ISBN 978-0-8203-1888-2, S. 230–232.