U-Bahn Nürnberg

Die U-Bahn Nürnberg wurde am 1. März 1972 eröffnet und ist seit dem 14. Juni 2008 die erste in Deutschland, die dauerhaft eine fahrerlose U-Bahn-Linie betreibt und war die erste weltweit mit einem Mischbetrieb von automatischen und konventionellen Zügen auf derselben Strecke (2008–2010). Sie bildet das Rückgrat des schienengebundenen öffentlichen Personennahverkehrs in Nürnberg und Fürth und wird durch die S-Bahn und in Nürnberg zusätzlich durch die Straßenbahn und den Stadtbus ergänzt. Auf ihrem rund 38 Kilometer langen Streckennetz verkehren drei Linien. 2025 wurden 114,4 Millionen Menschen im Jahr befördert. 2023 zählte die U-Bahn werktäglich über 440.000 Fahrgäste. Seit der Erweiterung der U-Bahn-Linie 3 im Dezember 2011 sind 66 Prozent der Nürnberger Einwohner wohnungsnah an das U-Bahn-Netz angeschlossen.

Für Planung, Bau und Erneuerung der Anlagen ist das U-Bahn-Bauamt der Stadt Nürnberg zuständig. Dieses ging 2009 aus der Abteilung U-Bahn-Bau des inzwischen aufgelösten Tiefbauamtes hervor. Die Instandhaltung der Anlagen obliegt den Städten Nürnberg und Fürth. Betrieben wird die U-Bahn im Nürnberger Streckennetz von der Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg (VAG) und im Fürther Streckennetz von der infra fürth verkehr gmbh (infra), die ihren Anteil an den Betriebsleistungen jedoch ebenfalls von der VAG ausführen lässt. Da beide Verkehrsbetriebe Mitglied im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) sind, ist die U-Bahn Teil des gemeinsamen Verkehrs- und Tarifverbundes.

  1. vag.de: RUBIN: Erprobungsbetrieb läuft nach wie vor gut – Offizielle Eröffnung der U3 am 14. Juni 2008 (Memento vom 12. Februar 2013 im Webarchiv archive.today)
  2. VAG setzt Rekordserie fort: Mehr Fahrgäste, mehr Abos und Bewerbungen auf vag.de, vom 16. Januar 2026, abgerufen am 24. Februar 2026
  3. Ergebnisse der Verkehrszählung 2024 auf online-service2.nuernberg.de, abgerufen am 3. Januar 2025
  4. Bahn frei unter der Erde, Nürnberger Nachrichten, 10. Dezember 2011.
  5. Tiefbauamt Nürnberg (Hrsg.): Jahresbericht 2006 (PDF; 4,4 MB). S. 44.
  6. Stadt Nürnberg Online (Hrsg.): Servicebetrieb Öffentlicher Raum.