Urnenfelderkultur

Die Urnenfelderkultur (Kürzel UK) ist die am weitesten verbreitete mitteleuropäische Kultur der späten Bronzezeit. Sie bestand etwa von 1300 bis 800 v. Chr. (in der Urnenfelderzeit). Da der Bestattungsritus – Leichenverbrennungen auf einem Scheiterhaufen und die Beisetzung des Leichenbrands in Urnen – auch in anderen Kulturen geübt wurde, ist die Urnenfelderkultur durch weitere Kriterien wie typische Bronze- und Keramikformen sowie die zugehörigen Gebiete Europas definiert. Die Urnenfelderkultur folgt auf die Hügelgräberkultur der mittleren Bronzezeit. In vielen Teilen ihres Verbreitungsgebietes wird die Urnenfelderkultur mit Beginn der Eisenzeit durch die Hallstattkultur abgelöst. Sowohl die Ursprünge der Kelten als auch der Römer (über die Italiker) werden auf die Urnenfelderkultur zurückgeführt.

  1. 1 2 Urnenfelderkultur. In: Bertelsmann Universal Lexikon. In zwanzig Bänden. Band 18: Teno-Verk. Bertelsmann Lexikon Verlag, Gütersloh 1993 (Lizenzausgabe), ISBN 3-570-01558-0, OCLC 722039472, S. 289
  2. https://www.swr.de/wissen/1000-antworten/wie-lange-waehrte-die-keltenzeit-104.html
  3. https://www.worldhistory.org/trans/de/1-140/die-kelten/
  4. https://indo-european.eu/2019/11/r1b-rich-bell-beaker-derived-italic-peoples-from-the-west-vs-etruscans-from-the-east/
  5. https://www.historyfiles.co.uk/KingListsEurope/ItalyPicentes.htm