Urushiole

Urushiole sind eine Gruppe fester oder ölartiger chemischer Verbindungen, die in Sumachgewächsen wie dem Giftsumach Toxicodendron quercifolium, speziell in verschiedenen Rhus-Arten wie Giftefeu (Toxicodendron radicans, englisch poison ivy), Gifteichen (Toxicodendron diversilobum, englisch poison oak, im amerikanischen Sprachraum ebenfalls Toxicodendron quercifolium) und Lackbaum (Rhus verniciflua) sowie anderen Arten der Familie (z. B. Cashew und Mango) vorkommen. Die Stoffgruppe trägt ihren Namen nach ihrem Vorkommen im Harz des Lackbaums, der als Urushi auch ein japanisches Kunsthandwerk bezeichnet.

1906 isolierte Kisaburo Miyama (* 1873) in Japan eine Verbindung aus dem Lackbaum Rhus vernicifera, die er Urushiole nannte. Anfang des 20. Jahrhunderts untersuchte Majima Rikō die Verbindungen näher und erkannte, dass es sich dabei um Brenzcatechin-Derivate handelt.

  1. Ippen H.: Contact allergy to Anacardiaceae. A review and case reports of poison ivy allergy in central Europe. In: Pubmed. Abgerufen am 2. Juni 2025 (englisch, abstract).