Userkaf

Userkaf

Kopf einer Statue des Userkaf aus seinem Sonnenheiligtum; Ägyptisches Museum, Kairo
Horusname


Iri-maat
Jrj-m3ˁ.t
Der die Maat verwirklicht
Nebtiname


Iri-maat-nebti
Jrj-m3ˁ.t-nb.tj
Der die Maat der beiden Herrinnen verwirklicht
Goldname

Nefer-bik-nebu
Nfr-bjk-nbw
Der vollkommene Goldfalke
Eigenname

Userkaf
Wsr k3=f
Starker seines Ka

Userkaf
Wsr k3=f
Starker seines Ka
Königspapyrus Turin (Nr.3./17.)

Eigenname: (User)-ka
(Wsr)-k3
Das Ka…
(mit Namensideogramm
für einen König, das den
Horusfalken darstellt)
Königsliste von Abydos (Sethos I.) (Nr.26)

Userkaf
Wsr k3=f
Königsliste von Sakkara (Nr.25)
Userka(f)
Wsr k3=(f)
Griechisch
nach Manetho

Usercheres

Userkaf war der erste König (Pharao) der 5. Dynastie im Alten Reich Ägyptens. Er regierte etwa von 2500 bis 2490 v. Chr. Über seine Abstammung, das Verhältnis zur Königsfamilie der vorangegangenen 4. Dynastie und die genauen Umstände des Dynastiewechsels ist nur wenig bekannt. In der Landesverwaltung lassen sich unter seiner Herrschaft erste Ansätze einer Öffnung der höchsten Staatsämter für Personen nicht-königlicher Abstammung erkennen. Handelsbeziehungen sind mit Nubien belegt, auch auf Handel mit Griechenland gibt es Hinweise.

Den wichtigsten Aspekt von Userkafs Regierungszeit stellt seine Bautätigkeit dar, zu deren zentralen Projekten eine Pyramidenanlage in Sakkara und ein Sonnenheiligtum bei Abusir gehörten. Letzteres ist der erste Vertreter dieses für die 5. Dynastie typischen Tempeltyps und ein Zeugnis für den stark gewachsenen Einfluss des Kults um den Sonnengott Re. Sowohl im Sonnenheiligtum als auch in der Pyramidenanlage wurden bedeutende Reste königlicher Statuen gefunden, darunter der Kopf der ältesten bekannten Monumentalfigur des alten Ägypten.

  1. Alan H. Gardiner: The royal canon of Turin. Griffith Institute, Oxford 1997, ISBN 0-900416-48-3, Bildtafel 2; Die hier von den sonst üblichen Syntax für Hieroboxen abweichende Darstellung des Eintrags im Turiner Papyrus ist auf den Umstand gemünzt, dass im Hieratischen offene Kartuschen zur Verwendung kamen. Das abwechselnde Mal-fehlen-mal-vorhandensein bestimmter Namenselemente ist auf Materialschäden im Papyrus zurückzuführen.
  2. Jahreszahlen nach Th. Schneider: Lexikon der Pharaonen. Albatros, Düsseldorf 2002, ISBN 3-491-96053-3.