Völkermord an den Jesiden
Der Völkermord an den Jesiden begann am 3. August 2014 in der nordirakischen Stadt Sindschar und dem Umland, einem Hauptsiedlungsgebiet der Jesiden. Verantwortlich für den Völkermord war die Terrororganisation Islamischer Staat (IS).
Im Jahr 2016 und 2017 gaben die Vereinten Nationen bekannt, dass der Völkermord an den Jesiden noch andauere. Es wurde systematisch gemordet und vergewaltigt, getrennt nach Männern und Frauen: Die Männer wurden getötet und die Knaben als Kindersoldaten verwendet, die Frauen und Mädchen wurden in Busse verladen und ältere Frauen getötet, die übrigen in die Sklaverei verkauft und systematisch vergewaltigt und misshandelt. Nach Angaben der UN wurden 5000 bis 10.000 Jesiden ermordet und über 7000 jesidische Frauen und Kinder (meistens Mädchen) entführt.
- ↑ “They came to destroy”: ISIS Crimes Against the Yazidis. (PDF) In: UN-Menschenrechtsrat. 2016, abgerufen am 17. Januar 2021 (englisch).
- ↑ ISIL’s ‘genocide’ against Yazidis is ongoing, UN rights panel says, calling for international action. 3. August 2017, abgerufen am 17. Januar 2021 (englisch).
- ↑ Der Spiegel: Uno-Bericht: Völkermord an Jesiden dauert an – Der Spiegel – Politik. Abgerufen am 17. Januar 2021.
- ↑ Yeziden gedenken der Opfer des Völkermordes 2014. Abgerufen am 3. Juni 2022.
- ↑ Pari Ibrahim, Laurie Adams: It was genocide with a template. We must seek justice for the Yazidi people. In: The Guardian. 4. August 2016, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 17. Januar 2021]).
- ↑ Ronya Othmann: Die Welt versagt vor diesem Verbrechen. In: faz.net. 25. Juli 2021, abgerufen am 4. August 2021.