Liturgisches Gerät
Zum liturgischen Gerät (auch Kirchengerät, Messgerät; historisch auch Meßgeräth und Meßgerät) gehören die den gottesdienstlichen Handlungen dienenden Utensilien. Vor allem bei der Spendung der Sakramente in der römisch-katholischen, anglikanischen, altkatholischen und der evangelischen Kirche findet das in dieser Übersicht aufgelistete Gerät Verwendung. (Bücher, Bilder, Textilien und Mobilien sind bei den hier aufgelisteten Geräten nicht aufgenommen.) Das verarbeitete Material der Geräte und ihre Gestaltung sind vom liturgischen Gebrauch, von funktionalen Aspekten und religiösen Vorstellungen abhängig und haben sich im Verlauf der Geschichte immer wieder verändert; auch Formen der zeitgenössischen Kunst wurden aufgenommen.
- ↑ z. B. Text und Normativität im deutschen Mittelalter (Berlin 2012) S. 356: „… sie trachten nach dem Messgerät, nach Kelchen und Monstranzen.“; Ricarda Matheus: Konversionen in Rom in der Frühen Neuzeit (Berlin 2012) S. 334: „das sakramentale Messgerät“
- ↑ J. C. Adelung: Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart: "alles zur Haltung einer gottesdienstlichen Messe nöthige Geräth"
- ↑ z. B. Willi Drost: Die Marienkirche in Danzig und ihre Kunstschätze (Stuttgart 1963) S. 112: „Altar- und Meßgerät der Kirche“; Die Bau- und Kunstdenkmale der Freien und Hansestadt Hamburg: Altona-Elbvororte (Hamburg 1970) S. 37: „Das Meßgerät der katholischen St. Josephskirche…“
- ↑ Nicolai Kölmel: Liturgische Geräte in ihrem Kontext. In: Marc Fehlmann, Michael Matzke, Sabine Söll-Tauchert (Hrsg.): Gold und Ruhm. Kunst und Macht unter Kaiser Heinrich II. [Ausstellungskatalog] München 2019, S. 182–187.