Vereinigte Herzogtümer Jülich-Kleve-Berg

Die Herzogtümer Jülich-Kleve-Berg waren ein Zusammenschluss der rheinischen Herzogtümer Jülich, Kleve und Berg, der nordbrabantischen Herrschaft Ravenstein sowie der westfälischen Grafschaften Mark und Ravensberg zu einer Personalunion. Der Zusammenschluss war Ergebnis der 1496 vertraglich geschlossenen Klever Union und wurde 1521 mit dem Tod Johanns II. von Kleve-Mark verwirklicht. Zwischen 1538 und 1543 gehörten auch das Herzogtum Geldern und die Grafschaft Zutphen für einige Jahre in diesen Territorialstaatenverband. Mit Beginn der märkischen Herrschaft in den Territorien dienten zunächst die Schwanenburg in Kleve, ab den 1520er Jahren Düsseldorf als gemeinsame Residenz. Das Gebiet war ein Teil des Heiligen Römischen Reichs.

Das Territorium wurde von 1521 bis 1609 von Herzögen aus dem Haus der Grafen von der Mark regiert, einer früh abgespaltenen Seitenlinie der Grafen von Berg.

Den Namen Jülich-Kleve-Berg trug auch eine am 30. April 1815 gebildete preußische Provinz mit Sitz in Köln, die bereits am 1. Januar 1822 mit der ebenfalls 1815 gebildeten Provinz Großherzogtum Niederrhein mit Sitz in Koblenz zur Rheinprovinz vereinigt wurde.