Vergewaltigungsmythos

Der Begriff Vergewaltigungsmythos (engl. rape myth) bezeichnet die Bagatellisierung sexualisierter Gewalt. Anhänger des Mythos glauben, dass Vergewaltigungsopfer von Natur aus oder auch freiwillig vom Täter überwältigt werden wollen und damit eine Vergewaltigung als Gewaltdelikt gar nicht existieren könne. Damit entschuldigt der Mythos die Täter und beschuldigt die Opfer (Täter-Opfer-Umkehr).

Die Akzeptanz von Vergewaltigungsmythen hängt stark mit frauenverachtenden Einstellungen zusammen.

  1. KA Lonsway, LF Fitzgerald: Attitudinal antecedents of rape myth acceptance: A theoretical and empirical reexamination. In: Journal of Personality and Social Psychology. 68, Nr. 4, April 1995, S. 704–711. doi:10.1037/0022-3514.68.4.704