Verhaltens- und Problemanalyse
| Verhaltensanalyse |
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| SR-Modell SOR-Modell SORKC-Modell SOEVK-Modell Dynamisches Selbstregulationsmodell Plananalyse |
Die Verhaltens- und Problemanalyse (englisch behavioural analysis) dient zur Bestimmung, welche situativen und individuellen Merkmale das Auftreten eines (problematischen) Verhaltens begünstigen und welche Konsequenzen und somit aufrechterhaltende Faktoren das Verhalten hat. Zusätzlich wird analysiert, in welchen weiteren Situationen das relevante oder ein ähnliches Verhalten auftritt. Die Bezeichnungen Verhaltensanalyse, Bedingungsanalyse und Problemanalyse seien gleichbedeutend. Gelegentlich wird das Adjektiv „funktional“ vorangestellt, um die kausalanalytische Sichtweise zu verdeutlichen.
- Die horizontale oder situative Verhaltensanalyse (Mikroanalyse) ist eine der zentralen diagnostischen Verfahren in der (kognitiven) Verhaltenstherapie und basiert häufig auf dem SORKC-Modell nach Frederick Kanfer.
- Die vertikale oder kontextuelle Verhaltensanalyse (Makroanalyse) wird ebenfalls in der Verhaltenstherapie erstellt, wobei die Lerngeschichte, Pläne und Ziele der betreffenden Person betrachtet werden.
Anders als die klassifikatorische Diagnostik (ICD und DSM), die als Ziel eine Verallgemeinerung (Abstraktion) der individuellen Probleme hat, bewegt sich die Verhaltensanalyse auf einer individuellen, idiographischen Ebene.
- 1 2 3 4 Gerhard Stumm, Alfred Pritz: Wörterbuch der Psychotherapie. Springer-Verlag, 2010, ISBN 978-3-211-99131-2, S. 756 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- ↑ Jürgen Hoyer, Sylvia Helbig, Jürgen Margraf: Diagnostik der Angststörungen. Hogrefe Verlag, 2005, ISBN 3-8409-1960-6, S. 101 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- ↑ Hans Henning Studt, Ernst Richard Petzold: Psychotherapeutische Medizin: Psychoanalyse – Psychosomatik – Psychotherapie; ein Leitfaden für Klinik und Praxis. Walter de Gruyter, 1999, ISBN 3-11-014498-0, S. 50 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).