Verlag
Ein Verlag ist in der Medienwirtschaft ein Medienunternehmen, dessen Betriebszweck der Erwerb des Verlagsrechts (Akquise) mit der Absicht der Vervielfältigung und Verbreitung (Vertrieb) auf eigene Rechnung von Werken aus Kunst, Literatur, Musik, Unterhaltung und Wissenschaft ist. Zu den Aufgaben eines Verlags zählen auch das Lektorat, die Marktforschung, die Werbung und der Druck. Die Werke stammen von ihren Urhebern und werden durch Verlage zu Medienprodukten oder Informationsgütern transformiert. Verlage sind deshalb in der Medienwirtschaft ein wichtiger Intermediär zwischen Urhebern und Konsumenten. Das Nomen Agentis zum Verlag ist der Verleger. Umgangssprachlich bezeichnet der Begriff Unternehmen, die (Print)medien herstellen und vertreiben. Verlage können statt als Wirtschaftsunternehmen auch als Kulturvermittler oder Vermittler von Wissen agieren (wie z. B. einige Non-Profit-Universitätsverlage, deren etwaiger Gewinn lediglich zur Finanzierung anderer Projekte und dem Ausgleich von Verlust-Titeln verwendet wird).
- ↑ Michael Vilain/Sebastian Wegner, Crowds, Movements & Communities, 2018, S. 107
- Helmut Schanze (Hrsg.): Metzler Lexikon Medientheorie Medienwissenschaft. Ansätze – Personen – Grundbegriffe. Verlag J.B. Metzler 2002
- ↑ S. 355
- Verena Huber: Zur Typologisierung der aktuellen deutschen Verlagslandschaft. PDF, S. 12 u. 19 von 114 Seiten. Reihe: Ursula Rautenberg, Axel Kuhn (Hrsg.): Alles Buch - Studien der Erlanger Buchwissenschaft XLVI. Buchwissenschaft / Universität Erlangen-Nürnberg, 2012, ISBN 978-3-940338-27-3.