Verliebtheit

Verliebtheit bezeichnet den emotionalen Zustand der romantischen Anziehung zu einer anderen Person und ist mit der Sehnsucht verbunden, mit ihr eine exklusive, intime und gefühlsintensive Beziehung einzugehen, sofern keine polyamore Beziehungsform angestrebt wird. Psychologisch gesehen handelt es sich um einen durch das neuronale Belohnungssystem unterstützten Zustand, der mit der Befriedigung subjektiv erlebter emotionaler Bedürfnisse einhergeht und häufig mit seelischen und körperlichen Suchtmerkmalen sowie kognitiven Verzerrungen verbunden ist.

Die Gefühle des Verliebtseins müssen nicht erwidert werden. Die Intensität von Verliebtheit reicht von leichter Star-Schwärmerei über leidenschaftliche Zuneigung bis hin zu stark ausgeprägten, zwanghaft obsessiven Formen wie der Limerenz, die durch aufdringliche Gedanken, starke emotionale Schwankungen und eine ausgeprägte Fixierung auf eine einzelne Person gekennzeichnet ist. In extremen Fällen kann Verliebtheit auch in den Liebeswahn übergehen, eine wahnhaft ausgeprägte Form vermeintlicher Liebe zu einer meist unerreichbaren Person.

Leidenschaftliche Verliebtheit ist kein Dauerzustand, sondern eine zeitlich begrenzte Phase. Sie kann in reife, beständige, tiefe Liebe übergehen. Menschen, die keine romantische Anziehung verspüren, bezeichnen sich als aromantisch.

    1. S. 15 f., 88 f. zu Stw. „Dauerhaftigkeit des Verliebtseins“.