Verschuldungsgrad
Der Verschuldungsgrad (englisch debt to equity ratio, gearing oder leverage ratio) eines Schuldners (Unternehmen, Gemeinden oder Staaten) ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die das Verhältnis zwischen dem bilanziellen Fremdkapital und Eigenkapital angibt. Sie gibt Auskunft über die Finanzierungsstruktur eines Schuldners. Mit steigendem Verschuldungsgrad geht eine Erhöhung des Kreditrisikos für Gläubiger einher.
Zum Teil wird der Begriff „Verschuldungsgrad“ in der Praxis als Synonym von „Fremdkapitalquote“ verwendet. In der betriebswirtschaftlichen Fachliteratur versteht man unter „Fremdkapitalquote“ jedoch zumeist eine gesonderte Kennzahl (nämlich Fremdkapital im Verhältnis zum Gesamtkapital).
- ↑ z. B.: Frank Stolze: BWL-Basiswissen: Vorbereitung zum Europäischen Wirtschaftsführerschein, EBC*L. Books on Demand GmbH, Norderstedt 2006, ISBN 3-8334-4526-2.
- ↑ z. B.: Controlling in der Praxis Wie kleine und mittlere Unternehmen ein effektives Berichtswesen aufbauen. Gabler Verlag, Wiesbaden 2004, ISBN 978-3-322-89083-2.