Vertreibung von Juden aus arabischen und islamischen Ländern

Die Vertreibung von Juden aus arabischen und islamischen Ländern (hebräisch יציאת יהודים ממדינות ערב Jətzīʾat Jəhūdīm miMdīnōt ʿArav; arabisch التهجير الجماعي لليهود من الدول العربية والإسلامية, DMG at-tahǧīr al-Ǧamāʿī lil-yahūd min ad-duwal al-ʿarabīyya wal-ʾislāmīya) umfasste sowohl Flucht als auch Vertreibung von 850.000 Juden hauptsächlich mizrachischer und sefardischer Herkunft aus arabischen und islamisch geprägten Ländern von 1948 bis in die 1970er Jahre, die abgeschwächt bis heute anhalten. Dadurch erloschen teils Jahrtausende alte jüdische Gemeinden. Sie wird auch jüdische Nakba genannt, womit auf Parallelen zwischen dem Schicksal der jüdischen Flüchtlinge des Nahostkonfliktes und dem als Nakba bezeichneten Schicksal der palästinensischen Flüchtlinge hingewiesen werden soll.