Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991

Die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991 erfolgte unmittelbar nach dem Zweiten Golfkrieg, als die etwa 450.000 in Kuwait lebenden Palästinenser bzw. Jordanier nahezu vollständig vertrieben wurden. Auch Saudi-Arabien vertrieb Palästinenser. Sie hatten in Kuwait bereits früher unter Diskriminierung zu leiden gehabt. Die Parteinahme des PLO-Führers Jassir Arafat und des jordanischen Königs Hussein I. für Saddam Husseins Invasion Kuwaits löste das Geschehen aus. Die Vertreibung setzte mit dem Rückzug irakischer Truppen auf dem Highway of Death ein und war bereits in den ersten Märzwochen 1991 abgeschlossen. In der Folge ließen sich rund 300.000 Vertriebene im Großraum Amman nieder, was dort zu einer „Kuwaitisierung“ der Stadt führte.

  1. 1 2 3 4 5 Myriam Ababsa, photographies de Fabien Calcavechia: Amman, de pierre et de paix. In: Collection Villes en mouvement. Éditions Autrement avec le soutien de l’ambassade de France en Jordanie, Paris 2007, ISBN 978-2-7467-1027-6, S. 19 f. (mit einem Vorwort von Omar Maani, Bürgermeister von Amman, S. 11).
  2. Angry welcome for Palestinian in Kuwait. BBC News, 30. Mai 2001.
  3. Palästinenser – In den Sand getreten – Kuweit vertreibt die letzten Palästinenser, Jordanien leidet unter der Flüchtlingslast. In: Der Spiegel, 8. Juni 1992.
  4. James L. Gelvin: The Israel-Palestine Conflict – One Hundred Years of War. 2. Auflage. Cambridge University Press, Cambridge 2007, ISBN 978-0-521-71652-9, S. 140.