Vierbrüdersäule

Die Vierbrüdersäule war eine Säule in der Nähe von Königsberg in der Kaporner Heide. Der Anlass der Errichtung und ihr Zweck sind nicht gesichert, im neunzehnten Jahrhundert kursierende Erklärungsversuche stellten einen Zusammenhang zwischen der Säule und der Erzählung von vier Brüdern des Deutschen Ordens her, die 1295 einen Raubzug unternommen hatten, auf dem Heimweg verfolgt wurden und dann selbst Opfer eines Überfalls geworden sein sollen. Ein Überlebender soll zunächst am Ort der Bluttat ein schwarzes Gedenkkreuz errichtet haben; der Landmeister Meinhard von Querfurt ließ später anstelle des Kreuzes ein Denkmal errichten.

  1. Johannes Voigt: Geschichte Preußens, Band 4, S. 589–593.
  2. Johann Georg Theodor Grässe: Sagenbuch des Preußischen Staates. Band 2, Glogau 1868/71, S. 545–546.
  3. 1 2 August Eduard Preuß: Preußische Landes- und Volkskunde oder Beschreibung von Preußen. Ein Handbuch für die Volksschullehrer der Provinz Preußen, so wie für alle Freunde des Vaterlandes. Gebrüder Bornträger, Königsberg 1835, S. 504–505.