Vogeljagd

Die Vogeljagd bezeichnet sowohl die Jagd auf Vögel als auch die Jagd mit Vögeln. Es ist somit zwischen der Beizjagd, bei der neben Federwild auch Haarwild gejagt wird, und dem Vogelfang zu unterschieden. Da Jagdvögel vor der Abrichtung ebenfalls gefangen werden mussten, waren früher alle Greifvögel Wildfänge. Die Vogeljagd war auch eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Sie wurde zu verschiedenen Zwecken ausgeübt, der Legende nach auch von König Heinrich dem Vogeler (* 876; † 2. Juli 936).

  1. Herr Konrad von Altstetten. In: Große Heidelberger Liederhandschrift Codex Manesse = Codex Palatinus Germanicus 848. Zürich, ca. 1300 bis 1340, S. 249v. (uni-heidelberg.de (Memento vom 26. August 2009 im Internet Archive)).
  2. beizen. In: Alfred Götze: Frühneuhochdeutsches Glossar. 7. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 1967, S. 25 (books.google.de).
  3. Bruno Staib: Linguistica Romanica et Indiana: Festschrift für Wolf Dietrich.Gunter Narr, Tübingen 2000, ISBN 3-8233-5855-3, S. 163 (books.google.de).
  4. Agrippa von Nettesheim: Kapitel LXXVII: De venatica et aucupio oder Vom Jagen und Vogelstellen. In: Ungewißheit und Eitelkeit aller Künste und Wissenschaften. S. 198–201 (Originalausgabe Antwerpen 1530, hier nach der Übersetzung Die Eitelkeit und Unsicherheit der Wissenschaften und die Verteidigungsschrift. München 1913, Band 2, S. 15–21, zeno.org).
  5. Karl Otto Sauerbeck: ‚Herr Heinrich saß am Vogelherd‘. Beobachtungen zur mittelalterlichen Vogeljagd und deren Symbolik. In: Fachprosaforschung – Grenzüberschreitungen. Band 10, 2014, S. 57–79.