Wadi-Skiffa-Clausura (Süd)

Wadi-Skiffa-Clausura (Süd)
Limes Limes Tripolitanus
(rückwärtige Linie)
Abschnitt Djebel Dahar
Datierung (Belegung) 3. oder 4. Jhr.
bis 5. oder 6. Jhr.
Typ Sperrwerk
Größe Länge: rund 300 m
Bauweise Stein, anstehender Sand und Schutt
Erhaltungszustand teilweise erhalten gebliebener Schuttwall
Geographische Lage 33° 0′ 32,8″ N, 10° 9′ 45,6″ O
Höhe 395 m
Vorhergehend Chenini-Clausura
(rückwärtige Limeslinie) (südöstlich)
Anschließend Wadi-Skiffa-Clausura
(rückwärtige Limeslinie) (nördlich)
Rückwärtig Kastell Talalati (östlich)
Vorgelagert Kleinkastell Bir Mahalla
(rückwärtige Limeslinie) (westlich)

Wadi-Skiffa-Clausura (Süd), englisch Clausura of Wadi Skiffa south, ist die moderne Bezeichnung eines kleinen römischen Sperrwerks, das für Sicherungs- und Überwachungsaufgaben am rückwärtigen Limes Tripolitanus, einem tiefgestaffelten System von Kastellen und Militärposten, in der römischen Provinz Africa proconsularis, später Tripolitania, zuständig war. Die kurze, geradlinige Befestigungslinie gehörte zu dem großen Sperrgürtel der das fruchtbare küstennahe Land der Provinz vor Angreifern aus der Wüstenregion verteidigen und gleichzeitig den Warenhandel für Rom kontrollieren sollte. Zudem wurden die Hirtennomaden aus den wüstennahen Gebieten daran gehindert, durch unerlaubte Grenzübertritte in die Konfrontation mit den für Rom bedeutenden landwirtschaftlichen Produktionsstätten im Osten des Landes, insbesondere der Djeffara-Ebene, zu geraten. Der teilweise noch im Gelände erkennbare Schuttwall des Sperrwerks sicherte eine Pass-Straße zwischen den Höhenzügen des Berglandes von Dahar in Südtunesien, Gouvernement Tataouine.

  1. Michael Mackensen: Kastelle und Militärposten des späten 2. und 3. Jahrhunderts am „Limes Tripolitanus“. In: Der Limes 2 (2010), S. 20–24; hier: S. 22.