Walkmühle
Eine Walkmühle oder Vollmühle (auch: Walke, Dickmühle, Filzmühle, Lochwalke oder Bläue) ist eine seit dem Hochmittelalter eingesetzte Maschine zur Verarbeitung, Verdichtung und Veredelung von Geweben bei der Herstellung von Walkstoffen, die früher als Tuch bezeichnet wurden.
Sie ersetzte das Walken mit den Füßen, mit dem frisch gewebte Tücher durch Stoßen, Strecken und Pressen gereinigt und an der Oberfläche verfilzt wurden, damit sie dichter und geschmeidiger wurden. Gerber, besonders Weißgerber, bearbeiteten mit ihnen feines und dünnes Leder. Vormals wurden mit ihnen auch durch das Färben der Wolle entstandene Verkrustungen gelockert und überflüssige Farbe ausgewaschen.