Warenausgang

Der Warenausgang ist entweder in der Materialwirtschaft die Funktion der Veräußerung von Waren oder in der Finanzbuchhaltung die Verbuchung auf dem Warenausgangskonto. Gegensatz ist der Wareneingang. Der Warenausgang stellt die Schnittstelle zwischen innerbetrieblicher und außerbetrieblicher Materialwirtschaft dar. Mit dem Warenausgang stellt ein Unternehmen (Hersteller, Händler, Wiederverkäufer) die Versorgung seiner Kunden mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Halbfabrikaten (zwecks Weiterverarbeitung in der Produktionswirtschaft) oder Fertigerzeugnissen (im Handel) sicher. Zu den wesentlichen Aufgaben des Warenausgangs gehört die Bereitstellung der Artikel aus dem Lager, die Identitäts- und Qualitätskontrolle, das Erstellen der Warenbegleitpapiere und Packzettel, Packliste, Kommissionierung, Verpacken, Verladung (Produktionswirtschaft) oder der Verkauf durch Übergabe über die Ladentheke (Handel). Innerhalb der betrieblichen Funktionen gehört der Warenausgang zum Vertrieb. Der Warenausgang trägt zur Verringerung des Lagerrisikos und der Kapitalbindung bei.

  1. Klaus-Michael Fortmann/Angela Kallweit, Logistik, 2007, S. 143