Warschauer Reprivatisierungsaffäre
Die Warschauer Reprivatisierungsaffäre (in deutschsprachiger Presse auch als Restitutions- oder Immobilienskandal bezeichnet, polnisch Afera reprywatyzacyjna) ist ein im Jahr 2016 durch einen Zeitungsartikel aufgedeckter und bis heute (Stand: 2019) in Medien und Politik präsenter Skandal im Rahmen der Privatisierung von Immobilien in Warschau in der Nachwendezeit Polens. Staatsanwaltliche Untersuchungen führten zu Verhaftungen und späteren Verurteilungen, außerdem wurde ein Untersuchungsausschuss eingerichtet. Unter den öffentlich gewordenen Fällen organisierten Betrugs auf Kosten der Allgemeinheit ist die Warschauer Reprivatisierungsaffäre die bekannteste Polens. Sie wurde in der Politik instrumentalisiert und hatte Einfluss auf den Ausgang von Kommunal- und Landeswahlen.
- ↑ Paul Flückiger: Dubiose Immobiliendeals in Warschau schlagen hohe politische Wellen. In: Neue Zürcher Zeitung, 15. Mai 2018.
- ↑ Irene Hahn-Fuhr, Gert Röhrborn: Die tun was! In: Zeit Online, 6. Dezember 2017.
- ↑ Florian Kellermann: Immobilien-Skandal belastet Warschaus Bürgermeisterin. In: Deutschlandfunk, 20. Oktober 2017.
- ↑ Florian Kellermann: Testlauf für Polens Nationalkonservative. In: Deutschlandfunk, 20. Oktober 2018.