Weichseldeutsche
Die Weichseldeutschen waren eine deutsche Volksgruppe, die im Gebiet der mittleren Weichsel, südlich von Warschau bis knapp östlich von Thorn, auf dem Staatsterritorium des heutigen Polen siedelte. Die Siedlungsgeschichte begann im sechzehnten Jahrhundert (die sogenannten Holländer, siehe Hauländer) und endete mit der Vertreibung der Weichseldeutschen 1945. Die rund 25.000 Weichseldeutschen lebten in 74 größeren und 200 kleineren Dörfern in der Weichselniederung und einigen wenigen Tochtersiedlungen im benachbarten Bugtal. Das größte zusammenhängende Gebiet stellt hierbei die Iłówer Sprachinsel in ihr lebten über 7000 Deutsche in 40 Niederungsdörfern. Sie zog im Bereich um den Ort Iłów rund 35 Kilometer an der Weichsel entlang und war im Durchschnitt 5 Kilometer breit.