Werg

Das Werg, als Arbeitsstoff auch Werch, Abwerch, Werrig, Hede oder Heede sowie der Kauder genannt, ist eine niedere Faserqualität, die beim Schwingen, Ribben und Hecheln (Reinigen) von Bastfasern von Leinen, Hanf oder Jute als Abfall bei der Arbeit (beim „Werk“) anfällt. Es kann zum Teil auch aus kurzen und groben Faserstücken sowie aus Fasern in Wirrlage bestehen und durch Schmutz und Schäben verunreinigt sein. Es ist ein Nebenprodukt der Langfaserproduktion.

  1. Meyers Konversationslexikon, 4. gänzlich umgearbeitete Auflage, 16. Band, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien 1890, S. 536; Retrodigitalisat
  2. W. Sprenger: Die Vorbereitung des Flachses für das Spinnen. In; Technologie der Textilfasern ( = Der Flachs. Flachsspinnerei Zweite Abteilung, Bd. 5, Teil 1), 1931, S. 15ff.; Vorschau über Springer Nature Link
  3. Friedrich Kluge, Alfred Götze: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 20. Aufl., hrsg. von Walther Mitzka, De Gruyter, Berlin / New York 1967; Neudruck („21. unveränderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 854 (Werg und Werk).