Wilhelm Groener

Karl Eduard Wilhelm Groener (* 22. November 1867 in Ludwigsburg; † 3. Mai 1939 in Potsdam-Bornstedt) war ein württembergischer Generalleutnant und deutscher Politiker. Nach wichtigen militärischen Funktionen im Ersten Weltkrieg war er ab dem 30. Oktober 1918 Erster Generalquartiermeister und damit faktischer Chef der Obersten Heeresleitung in der Zeit des Waffenstillstands und der Demobilisierung des deutschen Heeres. Während der Novemberrevolution 1918 schloss er mit dem Vorsitzenden der Mehrheits-SPD und Vorsitzenden des Rats der Volksbeauftragten Friedrich Ebert den Ebert-Groener-Pakt.

In der Weimarer Republik übernahm der parteilose Groener nacheinander mehrere Ministerposten in der Reichsregierung: Er leitete von 1920 bis 1923 das Reichsverkehrsministerium, von 1928 bis 1932 amtierte er als Reichswehrminister und seit 1931 zusätzlich als Reichsminister des Innern. Groener gehörte zu denjenigen Militärs, die die Republik als Realität anerkannten. Als er 1932 gegenüber den Nationalsozialisten härter auftrat, wurde er aus dem Amt gedrängt.