Wirtschaftsflüchtling
Der Begriff Wirtschaftsflüchtling (oft auch Armutsflüchtling oder Elendsflüchtling genannt) ist ein – oft abwertend gebrauchtes – politisches Schlagwort, das im Kontext von Debatten um Asyl und Asylrecht verwendet wird und Asylbewerber bezeichnet, die aus rein ökonomischen Motiven zuwandern. Dies wird vor allem von Zuwanderungsgegnern als Asylmissbrauch angesehen. Viele Zuwanderungsgegner glauben auch, dass das Entkommen aus wirtschaftlichem Elend und Armut für einen Großteil der Asylwerber das tatsächliche Motiv für die Flucht sei. Bedeutungsähnlich und noch abwertender ist der Begriff Sozialtourismus.
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- 1 2 Georg Stötzel, Martin Wengeler: Kontroverse Begriffe: Geschichte des öffentlichen Sprachgebrauchs in der Bundesrepublik Deutschland. Walter de Gruyter, 1995, ISBN 978-3-11-088166-0, S. 733 ff. (google.com).
- ↑ Dieter Nohlen, Florian Grotz: Kleines Lexikon der Politik. C.H.Beck, 2011, ISBN 978-3-406-60411-9, S. 24 f. (google.com).
- ↑ Die Mär vom großen Missbrauch, Süddeutsche Zeitung vom 1. Februar 2015
- ↑ Wirtschaftsflüchtlinge: Die Angst vor den Armen, Die Zeit vom 15. Oktober 2013
- ↑ Dudenredaktion: Von „aufmüpfig“ bis „Teuro“: Die „Wörter der Jahre“ 1971 bis 2002. Bibliographisches Institut GmbH, 2014, ISBN 978-3-411-90102-9, S. 102 f. (google.com).