Wochentag (Liturgie)

Wochentage oder Ferialtage (lateinisch feria) bilden eine Kategorie von liturgischen Tagen im römisch-katholischen Kirchenjahr. Zu ihr gehören alle Tage außer den Sonntagen, den Hochfesten und Festen und den gebotenen und nicht gebotenen Gedenktagen.

Diese Klassifizierung wurde im Rahmen der Liturgiereform mit der Neuordnung des Kirchenjahres und des Römischen Generalkalenders nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil am 14. Februar 1969 durch das Motu proprio Mysterii paschalis von Papst Paul VI. approbiert und mit dem 1. Januar 1970 in Kraft gesetzt. Sie löste eine seit dem 16. Jahrhundert geltende differenzierte Rangordnung liturgischer Feiern ab.

Von der Rangfolge der liturgischen Tage hängt ab, welche Texte für die Feier der heiligen Messe und des Stundengebets verwendet werden und welche liturgische Farbe dem zugeordnet wird. Die Grundordnung des Kirchenjahres kennt Wochentage mit besonderem Rang wie den Aschermittwoch und den Montag, Dienstag und Mittwoch in der Karwoche, die Vorrang vor allen Festen haben, die auf diese Tage fallen könnten. Die Wochentage im Advent zwischen dem 17. und dem 24. Dezember und die Wochentage in der Fastenzeit sind vorrangig gegenüber Gedenktagen in dieser Zeit. An den übrigen Wochentagen geht die Feier von auf sie fallenden Hochfesten und Festen vor, Gedenktage werden mit der Liturgie des Wochentages verknüpft.