Xiaojing

Das Xiaojing, der Klassiker der Kindspietät (Hiau Ging: das Buch der Ehrfurcht, chinesisch 孝經, Pinyin Xiào jīng, W.-G. Hsiao Ching, auch: Hsiâo King, Haau3 Ging1, Yale: Haau Gīng, Tongyong Pinyin: Hàu King, xiao 4 -jing 1; qʰˤruʔs klˤeŋ; engl.: Classic of Filial Piety) ist ein konfuzianischer Klassiker, ein Traktat, welches die Kindliche Pietät (孝順, xiàoshùn) behandelt. Die Konfuzianer messen der Kinds-Pietät große Bedeutung bei und betrachten sie als heilig. Daher wurde dem Klassiker der kindlichen Frömmigkeit in der Antike oft eine religiöse Bedeutung beigemessen und das Traktat für Gebete, Exorzismen und die Behandlung von Krankheiten verwendet. Inhaltlich gibt das Traktat Beispielgeschichten zum Verhalten gegenüber Höhergestellten im Rahmen der „Grundbeziehungen“: in den Beziehungen zu Vater/Mutter/Stiefmutter, Schwiegermutter, älterem Bruder und Herrscher.

Der Text wurde höchstwahrscheinlich während der späten Zeit der Streitenden Reiche oder der frühen Han-Dynastie verfasst und soll ein Gespräch zwischen Konfuzius und seinem Schüler Zengzi (曾子, Zēngzǐ) sein. Der Text wurde während der Han-Dynastie und späteren Dynastien häufig verwendet, um kleinen Kindern grundlegende moralische Botschaften beizubringen, während sie Lesen lernten.

  1. wikt:en:Appendix:Baxter-Sagart Old Chinese reconstruction
  2. Patricia Buckley Ebrey: Chinese civilization: a sourcebook. 2nd. ed. New York, The Free Press 1993: S. 64. ISBN 0-02-908752-X Archivlink oclc=27226697